Schleusensperre

Vom 25. 3. – 13.4. ist auf dem Main eine Sperre der Schleusen, angeblich wegen Wartungsarbeiten.

Einen Teil der Sperre konnten wir die letzten Tage durch Selbstschleusung, über Sportbootsschleusen ausgleichen. 

Heute waren wir erstmalig betroffen und mussten nun auch mal umtragen. Mit unserem, durch unsere Paddelkumpel genial überarbeiteten, walzengelagerten Bootswagen ist das kein Problem, kostet aber dennoch massig Zeit, da wir uns selten eine Gelegenheit für ein Päuschen durch die Lappen gehen lassen 😉

Ab morgen (keine Ahnung warum der 10. schon klar geht, wenn die Sperre offiziell bis zum 13. geht) so unsere Info müssen wir andere Vorwände für die faule Auszeit auf der Bastmatte finden.

Bastmatten Blues Variante 1
Bastmatten Blues Variante 2

Miltenberg

Mit 133 km haben wir heute, am achten Tag der Reise, mit Miltenberg im wahrsten Sinne  des Wortes, einen weiteren Eckpfeiler der Reise erreicht. Eckpfeiler, weil wir die letzten Tage mehr oder weniger südlich gefahren sind und ab morgen wieder östlich reisen. 

Der mittlere Teil der Woche war wirklich sehr kalt! Auf der Flucht vor dem Wetter schreckten wir auch vor Auftritten in gut beheizten Cafés mit unseren Austronautenanzüge nicht zurück. Jutta meint, man hält uns für Motoradfahrer. Ich glaube eher, daß man sich fragt wo wir das Raumschiff hingepackt haben. Immerhin ist die Frage Trocki oder Neo nun geklärt, auch seit dem Test, beim Booteinsetzen in Kleinostheim am Mittwoch. 

Aktuell ist das Wetter richtig untadelig (für den Trocki fast schon zu warm 😉 Und so kam es, daß wir nun auch unsere erste Übernachtung dieser Reise in Klingenberg, wo wir unverhofft auf Freunde vom Gardasee stießen, im Zelt hatten. 

Zum Paddeln gehören kurze Hosen, Barfüsse und Mittagschläfchen auf der Bastmatte. 1/3 davon könnten wir bereits umsetzen 😉 

Bisher sind alle Übernachtungen lange vorgeplant und die Tagesplanung ist wenig spontan. Wir hoffen dies nach Würzburg lockerer gestalten zu können. Also vorerst keine wilden Übernachtungen 😎

Frankfurt

Der Fluss erscheint wie eine eigene Welt. Schwer vorzustellen, daß das Treiben gleichzeitig existiert, wenn man im Büro sitzt und sich mit meist virtuellen Dingen beschäftigt. 

Alle Sportbootsschleusen sind noch nicht in Betrieb. Bis auf Kostheim haben wir aber dennoch nicht umtragen müssen, da die Schleuser uns netterweise auf den großen Schleusen befördert haben. Ein frühzeitiger Anruf mit der Frage nach der Sportbootsschleuse war jedes Mal der Schlüssel. 

Hinter der Schleuse Offenbach ändert sich der Charakter des Main’s und man hat den Eindruck eher an einem Kleinfluss, wie etwa der Lahn, zu sein.

Die Übernachtungen hatten wir bisher immer in Räumlichkeiten der Vereine (oft in Tanzsaalgröße), die uns allesamt sehr herzlich aufgenommen haben. 

Heute brechen wir Richtung Hanau auf.